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„Will der Sache eine Chance geben“

Marcel Hirscher liegt in der alpinen Weltcup-Gesamtwertung derzeit 116 Punkte hinter Ivica Kostelic auf Rang zwei und hat damit gute Chancen, als erster Österreicher seit Benjamin Raich in der Saison 2005/06 am Ende ganz vorne zu stehen.

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Der Salzburger, der in dieser Saison schon zweimal im Riesentorlauf und gleich viermal im Slalom erfolgreich war, könnte im Kampf um die große Kristallkugel ein „drittes Standbein“ gut brauchen. Überlegungen, auch in der Kombination und im Super-G zu starten, hatte es schon vor einigen Wochen gegeben. Nun wird es für Hirscher ernst. Nach Rücksprache mit dem sportlichen Leiter der ÖSV-Herren, Mathias Berthold, nahm er am Dienstag auf der Reiteralm das Super-G-Training auf.

„Ein anderes Universum“

„Eines ist klar: Speed ist auf Weltcup-Niveau ein völlig neues und anderes Universum für mich. Aber ich will der Sache und mir einfach eine Chance geben. Es bleibt ein Experiment, ich bin gestern gerade erst einmal ein paar Fahrten gefahren, heute trainiere ich noch einmal, und dann sollte schon abschätzbar sein, ob Quereinsteigen in der Saison überhaupt einen Sinn macht“, so Hirscher.

Nach dem Mittwoch-Training wollte er sich über das weitere Vorgehen nicht genauer äußern: „Im Slalom und Riesenslalom passt die Performance im Moment, insofern war der zusätzliche ‚Schnupperkurs‘ drinnen. Nur wenn ich im Super-G einen sinnvollen Speed zusammenbekomme, macht es überhaupt Sinn, Rennen zu fahren.“ Die Entscheidung, ob er in Crans Montana (24. und 25. Februar) an den Start gehen wird, will er kurzfristig treffen und „unabhängig vom Weltcup-Stand“.

Marcel Hirscher während eines Super-G-Rennens in Val d'Isere 2009

GEPA/Wolfgang Grebien

Ein bisschen kennt Hirscher das Super-G-Gefühl schon

Dabei ist der Super-G für den 22-Jährigen gar nicht so neu. Im Weltcup war er in dieser Disziplin schon zweimal in den Punkterängen, auch wenn das schon einige Zeit zurückliegt. Im März 2009 belegte er in Aare Rang 26, im folgenden Winter reichte es in Val d’Isere immerhin zum elften Platz. Als letztem Läufer war es übrigens 1994/95 Alberto Tomba gelungen, nur mit Starts in den zwei technischen Disziplinen den Gesamtweltcup zu holen.

Fünf zusätzliche Chancen auf Punkte

Für Berthold ist die jetzige Entscheidung des Salzburgers der nächste logische Schritt: „Natürlich haben wir uns schon im Vorfeld abgesprochen. Wenn Marcel gut drauf ist und er sich gut fühlt, dann sollte einem Start bei dem einen oder anderen Super-G sicher nichts im Wege stehen." Gelegenheit dazu gibt es reichlich, stehen doch in dieser Disziplin bis zum Saisonende noch fünf Rennen auf dem Programm.

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