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Erster Weltcup-Test auf Olympiastrecke

Zwei Jahre vor den Olympischen Winterspielen steht Sotschi in Russland zum ersten Mal im Mittelpunkt des Skiweltcups. Bei den Herren steht am Samstag eine Abfahrt und am Sonntag eine Superkombi auf dem Programm, seit Mittwoch gibt es die ersten Trainings. Es ist die erste Bewährungsprobe für den russischen Olympiaort.

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Noch gibt es für die Organisatoren der Winterspiele reichlich Arbeit: Sotschi präsentiert sich als überdimensionale Baustelle. Die Veranstalter haben die Strecke im Alpinzentrum Rosa Chutor zwar herausgeputzt - fernab der TV-Kameras offenbart der Gastgeber aber noch sein staubiges Gesicht.

„Größte Baustelle der Welt“

Auf dem Weg von den Palmen an der Schwarzmeerküste von Sotschi in die Region um den Gebirgsort in Krasnaja Poljana fräsen sich unzählige Bagger in das braune Gestein. Brückenpfeiler stehen einsam in der Landschaft, ein grauer Hotelrohbau reiht sich an den nächsten. „Das ist die größte Baustelle der Welt“, hatte bereits Gian-Franco Kasper, Präsident des Weltverbandes FIS, immer wieder gesagt, „viele Menschen sagen, dass das IOC verrückt sein muss, Olympia dorthin zu vergeben. Aber ich vertraue der Stärke und Finanzkraft Russlands und der Macht von Wladimir Putin.“

Blick aus einer Seilbahn auf im Bau befindliche Hotels in Rosa Khutor in Krasnaya Polyana nahe Sotschi

AP/Igor Yakunin

Im Olympiaort von 2014 gibt es noch viel zu tun

Auf mehr als 24 Milliarden Euro werden die Kosten für die russischen Spiele auf der größten Sportbühne geschätzt - nicht nur die Investitionen, sondern auch schärfste Sicherheitskontrollen sollen zwei Jahre vor dem Olympiastart ein perfektes Bild in die Welt tragen.

Piste ist schon fertig

Auch wenn der Großteil noch nicht fertig ist, die Pisten sind es, sie wurden mit dem Injektionsbalken präpariert. „Es schaut sehr gut aus“, sagte Wolfgang Mitter, österreichischer Koordinator im russischen Alpinverband. „Was Hotels und Transport betrifft, haben wir alles im Griff. Jetzt hoffen wir, dass das Wetter hinhaut.“

Die von Bernhard Russi designte Herren-Abfahrt bezeichnet Mitter als sehr selektiv. „Es geht ganz schön zur Sache.“ Vor einem Jahr wurden mit anderer Streckenführung Europacup-Rennen ausgetragen, der Abfahrtssieg ging an den Österreicher Manuel Kramer, Johannes Kröll wurde Dritter. Bei den Damen gab es auf der flachen Gleiterstrecke neben der Herren-Strecke zwei rot-weiß-rote Dreifacherfolge: Mariella Voglreiter gewann vor Tamara Tippler und Mirjam Puchner, im zweiten Rennen siegte Stefanie Moser vor Voglreiter und Tippler.

Schärfste Sicherheitskontrollen

Bis man bei der Piste ist oder mit zwei Gondeln und einem Sessellift den Zielbereich vor dem sonnigen Bergpanorama des Kaukasus erreicht hat, hat man ein halbes Dutzend Checks passiert. „Die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem“, sagte Mitter. „Wir sind der bestgeschützte Ort der Welt.“ Im gesamten Gebiet wachen 5.000 Aufpasser, groß ist die Sorge vor möglichen Anschlägen nahe der Konfliktregion Abchasien.

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