Norweger untermauert seine Ambitionen
Auf ein Geschenk von Aksel Lund Svindal zum 24. Geburtstag hat Marcel Hirscher am vergangenen Wochenende vergeblich gewartet. Der Norweger verkürzte in Abwesenheit Hirschers seinen Rückstand im Gesamtweltcup von 209 auf 29 Punkte und erhöhte damit den Druck auf den Titelverteidiger. Sechs Rennen sind noch zu fahren.
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Der Norweger erfüllte am vergangenen Wochenende als Lokalmatador in Kvitfjell als Zweiter der Abfahrt und Sieger im Super-G seine Pflicht fast perfekt. Bei den Technik-Bewerben (Riesentorlauf, Slalom) am nächsten Wochenende in Kranjska Gora liegt es an Hirscher, den Punktepolster für die Weltcup-Finalwoche in Lenzerheide komfortabler zu machen.
„Die Vorteile liegen immer noch bei Hirscher. Er hat zwei Rennen mehr als ich“, sagte Svindal, der schon 2007 und 2009 die große Kristallkugel gewinnen konnte. „Jetzt kommt Marcels Wochenende. Wenn er da zwei Topresultate schafft, dann habe ich in Lenzerheide nur noch theoretische Chancen. Ich favorisiere nach wie vor Hirscher, aber ich will natürlich ein bisschen Druck auf ihn ausüben, damit ich die letzten Rennen ein wenig spannender machen kann“, sagte der 30-Jährige.

Reuters/Dominic Ebenbichler
Auf Marcel Hirscher wartet ein harter Kampf
Angriff auch im Riesenslalom
Svindal, der in Kvitfjell die kleine Kristallkugel im Super-G an sich reißen konnte und in der Abfahrt als Führender vor Klaus Kröll beste Chancen darauf hat, nahm sich auch für die kommenden Technik-Bewerbe in Slowenien viel vor. Im Schweizer Lenzerheide stehen dann noch je eine Abfahrt, ein Super-G, ein Riesentorlauf und ein Slalom für die besten 25 der Weltrangliste auf dem Programm.
In den Speed-Disziplinen ist Svindal eine Klasse für sich, er darf aber auch auf eine sehr konstante Saison im Riesentorlauf verweisen. Nach dem Ausfall zum Auftakt in Sölden war er sechsmal unter den besten Neun, im Spezialweltcup liegt er auf dem fünften Platz. „Für mich ist in Kranjska Gora mehr als ein sechster Platz aber nicht drinnen“, zweifelt Svindal jedoch an seinen Podestchancen. Dabei hatte er 2007 die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin gewonnen.
Hirscher feiert und trainiert
Hirscher wiederum hatte nach Platz zwei vor dem US-Amerikaner Ted Ligety im Riesentorlauf in Garmisch-Partenkirchen eine Pause eingelegt und „vier entspannte Tage in der Therme Geinberg“ verbracht. Erst am vergangenen Freitag nahm er in Annaberg wieder das Training auf, am Samstag verspeiste der nun 24-Jährige laut eigenen Angaben den von Freundin Laura gebackenen Geburtstagskuchen und beantworte diverse Glückwunschpostings auf Twitter.
Kranjska Gora war in der Vergangenheit stets guter Boden für Hirscher. Im März 2008 fuhr er dort als Dritter des Slaloms erstmals in seiner Karriere auf das Weltcup-Podest, 2010 gewann er auf dem Podkoren den Riesentorlauf. Weiters hat er dort zwei zweite und einen dritten Platz in den beiden Technik-Disziplinen zu Buche stehen. Mit Verweis auf die WM in Schladming sagte Svindal: „Marcel hat bewiesen, dass Druck für ihn kein Problem ist. Das war beeindruckend. Es wird auch kein Problem für ihn sein, dass ich so nah gekommen bin. Aber warten wir einmal ab.“
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