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„Werde mich nun ausrasten“

Marlies Schild wird in dieser Saison keine Rennen mehr bestreiten. „Aufgrund von wiederkehrenden Problemen mit dem rechten Knie muss ich meine heurige Saison nun endgültig beenden. Ich werde mich nun ausrasten und weiter therapieren, um für die nächste Saison wieder fit zu sein“, teilte die 31-jährige Salzburgerin am Mittwoch via Facebook mit.

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Schild hatte am 16. Februar und nur 58 Tage nach einem Innenbandriss im rechten Knie ihr Comeback im WM-Slalom von Schladming gegeben und war bei ihrer mit Spannung erwarteten Rückkehr auf Platz zehn gelandet. Allerdings war für die Titelverteidigerin bereits die Teilnahme der größte Erfolg. „Es ist ein Geschenk, dass ich fahren kann“, sagte Schild, die schon 33 Weltcup-Slaloms gewonnen hat und der nur noch ein weiterer Erfolg auf den Rekord von Vreni Schneider aus der Schweiz fehlt.

Marlies Schild

APA/AP/Luca Bruno

Nach dem Blitzcomeback in Schladming lässt es Schild langsamer angehen

Karriereende kein Thema mehr

Schon damals ließ sie offen, ob sie bei den abschließenden Torläufen in Ofterschwang am Sonntag und beim Weltcup-Finale in Lenzerheide am 16. März dabei sein wird. Nach ihrem vorzeitigen Saisonende liegt der Fokus nun voll auf der nächsten Saison. Dann soll auch die Bestmarke von Schneider eingestellt und überboten werden. Ein Karriereende ist endgültig kein Thema mehr.

Einen Tag nach dem Trainingssturz in Are/Schweden am 20. Dezember 2012 war Schild operiert worden. Damals gingen die Ärzte von einer dreimonatigen Pause aus. „Als wir die Pressekonferenz in Innsbruck gemacht haben, war für mich die ganze Saison abgeschlossen. Und eventuell auch die Karriere abgeschlossen“, gestand Schild in Schladming.

Karriere mit Höhen und Tiefen

Die Karriere der im steirischen Admont geborenen und mit ihrem Lebensgefährten Benjamin Raich in Tirol lebenden Saalfeldenerin stand schon mehrfach auf der Kippe. Mit nur 19 Jahren hatte Schild bereits mehrere Kreuzbandrisse und Knieoperationen hinter sich, weshalb sie sich zunehmend den Disziplinen Riesentorlauf und Slalom zuwandte. Dennoch agierte sie phasenweise weiter in allen Disziplinen und schaffte auch in Abfahrt (Aspen und Lenzerheide 2007) und Super-G (Lenzerheide 2005) zweite Plätze.

Das endgültige Aus für die Speed-Disziplinen kam im Oktober 2008, nachdem sich Schild bei einem Trainingssturz in Sölden u. a. einen schweren Trümmerbruch im Schien- und Wadenbein zugezogen hatte. Nach einer vollen Saison Pause kehrte Schild aber in den Weltcup zurück und etablierte sich dort in der Folge als beste Slalom-Läuferin der Gegenwart.

Auf der Jagd nach Schneider-Rekord

Schon im Dezember 2009 gelang ihr in Lienz der Comebacksieg im Slalom. Danach kam Schild rund zwei Jahre lang - inklusive Olympia 2010 (Zweite) und WM 2011 (Erste) - bei jedem Slalom, den sie beendete, auch auf das Podest. Insgesamt gewann Schild nach ihrer schweren Verletzung weitere 15 Slaloms.

Vergangene Saison gewann sie die ersten fünf Saisonrennen zum Teil überlegen. Am Ende holte sie sich zum vierten Mal die Slalom-Kugel, wofür sie dann erstmals auch zu Österreichs Sportlerin des Jahres gewählt wurde. Die Serie riss ausgerechnet nach ihrem 33. Slalom-Triumph im Februar 2012 in Soldeu (Andorra). Seitdem jagt die mit insgesamt 35 Weltcup-Siegen zweiterfolgreichste aktive Skirennfahrerin (nach Lindsey Vonn mit 59) vergeblich dem 34. Slalom-Erfolg nach, mit dem sie die Bestmarke von Schneider egalisieren würde.

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