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Später Schock für Valencia

Der FC Sevilla greift nach seinem dritten Titel in der Europa League. Die Andalusier schafften nach einem dramatischen Semifinal-Rückspiel gegen den FC Valencia trotz einer 1:3 (0:3)-Niederlage aufgrund der Auswärtstorregel den Aufstieg ins Endspiel am 14. Mai in Turin. Valencia fehlten nur Sekunden zum Finale, erst in der Nachspielzeit gelang Stephane Mbia doch noch das Tor für die Gäste.

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In der 94. Minute traf Mbia Spieler und Fans von Valencia im Mestalla-Stadion mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz mitten ins Herz. Davor hatten Sofiane Feghouli (14.) und ein unglückliches Eigentor von Sevilla-Torhüter Beto (26.) das spanische Duell nach dem 0:2 aus Sicht Valencias aus dem ersten Spiel früh egalisiert. Jeremy Mathieu (70.) sorgte sogar für die vermeintliche Vorentscheidung. Doch in der vierten Minute der fünfminütigen Nachspielzeit wurde Mbia zum Partyschreck für die Gastgeber.

Stephane Mbia trifft per Kopf

Reuters/Albert Gea

Stephane Mbia wurde zum Sargnagel von Valencias Finaltraum

Duell nach 26 Minuten ausgeglichen

Davor hatte Valencia wie schon im Viertelfinale gegen Basel nach einer klaren Niederlage im Hinspiel im Rückspiel gehörig auf- und das Duell umgedreht. Feghouli ließ nach einem perfekten Pass in den Strafraum einen Sevilla-Verteidiger lehrbuchmäßig aussteigen und schoss aus spitzem Winkel trocken zur frühen Führung ein (14.). Nur zwölf Minuten später war alles offen. Jonas kam völlig frei zum Kopfball und wuchtete das Leder an die Querlatte, von dort sprang das Leder Goalie Beto auf den Rücken und weiter ins Tor.

Nach dem Ausgleich in der Gesamtrechnung nahm Valencia etwas den Fuß vom Gas, Sevilla stieg gleichzeitig etwas drauf. Die Abwehr der Gastgeber stand jedoch lange sicher, bis zur 37. Minute, als Jose Antonio Reyes eine hundertprozentige Chance zum Anschlusstreffer ausließ. Der ehemalige Arsenal-Legionär kam am Fünfmeterraum völlig frei zum Schuss, doch Valencia-Goalie Diego Alves verhinderte den sicheren Treffer mit einer Glanzparade.

Sofiane Feghouli (Valencia) jubelt

Reuters/Albert Gea

Jubel nach dem 2:0: Valencia war 94 Minuten lang auf der Siegerstraße

Valencia feiert zu früh

In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer im Mestalla-Stadion, jene Arena wo Österreich einst 0:9 gegen Spanien verloren hatte, einen offenen Schlagabtausch, mit Chancen auf beiden Seiten. Ins Tor traf aber vorerst nur Valencia. Mathieu nutzte einen Abwehrfehler Sevillas nach einem Eckball aus kurzer Distanz zum 3:0 (69.). Sevilla warf in der Folge alles nach vor, wurde aber erst in der Nachspielzeit belohnt. Gelingt den Andalusiern auch im Finale gegen Benfica Lissabon ein Sieg, wäre es der dritte Europa-League-Titel für den Club nach 2006 und 2007.

Europa-League-Halbfinale, Rückspiel

Donnerstag

Valencia - FC Sevilla 3:1 (3:0)

Valencia, Mestalla-Stadion, 50.000 Zuschauer, SR Masic (SRB)

Torfolge:
1:0 Fehouli (14.)
2:0 Beto (26./Eigentor)
3:0 Mathieu (70.)
3:1 Mbia (94.)

Valencia: Diego Alves - Joao Pereira, Ricardo Costa, Mathieu, Bernat - Parejo (78./Javi Fuego), Keita - Feghouli, Vargas, Piatti (61./Fede Cartabia) - Jonas (86./Barragan)

Sevilla: Beto - Coke, Pareja, Fazio, Navarro (72./Moreno) - Daniel Carrico, Mbia - Reyes (79./Marin), Rakitic, Vitolo - Bacca (66./Gameiro)

Hinspiel 0:2 - Sevilla bei Gesamtscore 3:3 dank Auswärtstorregel im Finale.

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