Ein Fest für die Nationalmannschaft
Mit dem traditionellen „I am from Austria“ und dem „Radetzkymarsch“ ist am Montag die ÖFB-Party beim abschließenden EM-Qualispiel gegen Liechtenstein eingeleitet worden. Die Fans im neuerlich ausverkauften Ernst-Happel-Stadion präsentierten sich dabei schon vor dem Anpfiff in Feierlaune. Jeder einzelne Spielername wurde bei der Vorlesung der Startelf lautstark gerufen, die Nationalhymne inbrünstig mitgesungen.
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Die Choreografie konnte sich auch sehen lassen. In den Sektoren E und F bildeten die Fans mit Zetteln die Wörter „allez, allez“. In den restlichen Sektoren dominierten mit Fahnen und sonstigen Fanutensilien die Farben Rot-Weiß-Rot das Stadion. Auch Liechtenstein war Teil der großen Party. Der 41-jährige Rekordspieler Mario Frick wurde vor seinem 125. und letzten Länderspiel für das Fürstentum geehrt und bekam viel Beifall.
„Oh, wie ist das schön“
Mit „Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich“ und „Jetzt geht’s los“ wurde dann das Team lautstark in seine letzten 90 Minuten dieser so erfolgreichen EM-Qualifikation geschickt. Jubel brandete bereits in der zwölften Minute auf, als Marko Arnautovic den Führungstreffer erzielte. Nach einer halben Stunde ging minutenlang die Welle durch das Prater-Oval. Angeheizt wurde die Stimmung durch den Doppelschlag von Marc Janko. Bis zum Ende wurde dann nur noch gefeiert.

APA/Roland Schlager
Die Spieler bedankten sich nach der Partie bei ihren Anhängern
Um exakt 19.50 Uhr erfolgte dann der Schlusspfiff hinter der sensationellen Qualifikation, und die Party ging dann so richtig los. „Oh, wie ist das schön“ stimmten die Fans an. Die Spieler drehten eine Ehrenrunde und bedankten sich mit einem Plakat für die sensationelle Unterstützung in den Heim- und Auswärtsspielen. Währenddessen wurde in der Mitte des Spielfeldes eilig ein Podium aufgebaut, auf dem der gesamte Betreuerstab geehrt und gefeiert werden sollte.
Im Happel-Stadion geht die Post ab
Der ÖFB-Vorstand um Präsident Leo Windtner nahm Aufstellung. Danach kamen über Assistent Thomas Janeschitz, Sportdirektor Willi Ruttensteiner, Tormanntrainer Klaus Lindenberger, Konditionstrainer Roger Spry bis hin zum Teamarzt, Buschauffeuer und zur Presseabteilung alle ÖFB-Mitarbeiter aufs Feld. Das mit 48.500 Zuschauern ausverkaufte Stadion blieb gefüllt, die Fans schwenkten unaufhörlich ihre Fahnen, denn schließlich galt es auch noch, die Spieler, die in alphabetischer Reihenfolge aufgerufen wurden, zu bejubeln.

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Bei der ausgelassenen Feier im Prater blieb nicht nur kein Auge trocken
David Alaba eröffnete, Arnautovic wurde für seine starke Leistung gegen Liechtenstein gefeiert. Bei jedem einzelnen Spieler brandete Jubel auf. Janko wurde für seinen Fallrückzieher gegen Russland, das zum Tor des Jahres gewählt wurde, geehrt. Den Abschluss bildete dann Teamchef Marcel Koller, der von seinen Spielern jubelnd auf dem Podium empfangen wurde. Das Team lag sich in den Armen. Dahinter ging ein Konfettiregen in Rot-Weiß-Rot auf sie nieder.
Danach endete der unvergessliche Abend so, wie er begonnen hatte. Aus den Lautsprechern erklang „I am from Austria“, die Fans schwenkten ihre Fahnen und sangen mit. Bierduschen wurden ebenfalls verteilt. Es erwischte Coach Koller und ORF-Moderator Rainer Pariasek. Auf einer abschließenden Ehrenrunde, bei dem das Team bei jedem einzelnen Sektor noch einmal stehen blieb, ging es dann in die Kabine und hinaus in die lange Nacht des Nationalteams, um die eindrucksvoll geschaffte EM-Teilnahme im ÖFB-internen Rahmen zu feiern.
Christian Wagner, ORF.at
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