Spiel wird am Sonntag nachgeholt
Wegen sintflutartiger Regenfälle ist das Viertelfinale bei der Frauen-Fußball-EM zwischen Titelverteidiger Deutschland und Dänemark am Samstagabend abgesagt worden. Diese Entscheidung traf er Europäische Fußballverband (UEFA) in Rotterdam nach Rücksprache mit den Mannschaften.
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Die Partie wird bereits am Sonntag (12.00 Uhr) nachgeholt. Am Sonntag stehen mit den Duellen Österreich gegen Spanien (18.00 Uhr, live in ORF eins) und England gegen Frankreich (20.45 Uhr, live in ORF Sport +) zwei weitere Viertelfinal-Partien auf dem Programm.
„Müssen für die Sicherheit der Spielerinnen sorgen“
„Der Platz ist nicht bespielbar. Wir haben uns mit dem dänischen Teamchef (Nils Nielsen, Anm.) immer wieder abgestimmt, wir müssen für die Sicherheit der Spielerinnen sorgen“, sagte die deutsche Trainerin Steffi Jones zur Absage. Rund eine halbe Stunde vor dem geplanten Anpfiff um 20.45 Uhr hatte ein sintflutartiger Regen eingesetzt, der den Platz im Sparta-Stadion völlig durchweichte. Ein Ballmädchen rutschte auf dem nassen Rasen bei einem Schussversuch auf Bitte von Jones aus und blieb unter dem Jubel der Zuschauer auf dem Rasen liegen.

APA/AFP/Tobias Schwarz
Ein Ballmädchen testete die Verhältnisse bei einem Schussversuch - und nahm ein unfreiwilliges „Bad“
So entschieden die ungarische Schiedsrichterin Katalin Kulcsar in Absprache mit der UEFA und den Teamleitungen, den Spielbeginn zunächst um mindestens eine Viertelstunde nach hinten zu verschieben, doch die Pause weitete sich noch aus. Die UEFA-Helfer taten ihr Möglichstes, um das Wasser vom Spielfeld zu bekommen.
Helfer versuchen, Platz von Wasser zu befreien
Unter dem Jubel der gut 8.000 Fans mühten sich fleißige Kräfte, den Platz von den größten Wassermassen mit großen Schiebern zu befreien. Zudem wurde mit Mistgabeln Löcher in den Rasen gestochen, um den Abfluss zu beschleunigen. Beide Auswechselbänke standen komplett unter Wasser. Die Helfer versuchten mit Kübeln, die Wassermassen unter den im Boden versenkten Teambänken herauszuschaufeln. An der Seitenlinie moderierten einige TV-Reporterinnen barfuß, weil sie bis zu den Knöcheln im Wasser standen.
Nach langem Warten standen die Zeichen dann zwischenzeitlich wieder auf Anpfiff. Um 21.30 Uhr kamen die Spielerinnen wieder aus den Katakomben, um sich aufzuwärmen - um kurz darauf wieder zu verschwinden. Große Teile des Spielfeldes waren weiterhin hoffnungslos überschwemmt. Um kurz vor 22.00 Uhr folgte letztlich die Absage. „Wir waren bereit, wir hätten gerne gespielt. Aber beim Warmmachen hat man gemerkt, dass es nicht geht“, sagte die deutsche Spielmacherin Dzsenifer Marozsan.
Niederlande ziehen in Halbfinale ein
Zuvor hatte Gastgeber Niederlande mit 2:0-Sieg den Olympiazweiten Schweden aus dem Turnier geworfen. Lieke Martens (33.) und Vivianne Miedema (64.) sorgten in Doetinchem mit ihren Treffern für einen ungefährdeten Sieg der Niederländerinnen, die vor acht Jahren beim Turnier in Finnland erstmals in einem EM-Halbfinale gestanden waren. Nun trifft der Gastgeber auf den Sieger der Begegnung zwischen England und Frankreich, die am Sonntag (20.45 Uhr) ansteht.
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